Die Besonderheit der Neodym Topfmagnete mit Bohrung und Senkung ist, dass sie mittig eine Bohrung inklusive einer Senkung besitzen. Somit kann man den Magneten mittels einer Senkschraube am gewünschten Material, der Decke oder auch der Wand oder an einer Möbeltür verschrauben. Metallische Gegenständen bleiben an dem Topfmagnet aus Neodym haften. Durch seinen Stahltopf verstärkt sich die magnetische Kraft des Topfmagneten enorm. Außerdem wird der Magnet durch den Stahltopf vor Beschädigungen geschützt. Alternativ dazu finden Sie bei uns im Shop auch Neodym Magnete zum Anschrauben
Neodym-Topfmagnete mit Bohrung und Senkung eignen sich für flache, bündige Verschraubungen mit Senkschrauben. Sie halten sicher bei wenig Einbautiefe und bündeln die Kraft nach vorn – ideal für wechselbare, rückstandsfreie Befestigungen.
Die angegebenen Haftkräfte sind Laborwerte: gemessen als Zug senkrecht auf blankem, 10 mm starkem Stahl ohne jeden Luftspalt. In der Praxis mindern Lackschichten, Folien, Unebenheiten oder dünne Bleche die Leistung teils deutlich. Planen Sie deshalb mit einer realen Reserve und rechnen Sie als Startwert mit etwa der Hälfte der Nenn-Haftkraft. Seitliche Kräfte sind kritischer als Zug; wenn Ihre Anwendung quer belastet, erhöhen Sie die Reibung über gummierte Gegenstücke oder sichern Sie mechanisch mit einem Anschlagstift. Achten Sie außerdem auf das Gegenmaterial: Nur ferromagnetische Stähle tragen zuverlässig, austenitische Edelstähle (z. B. 1.4301) kaum. Neodym arbeitet in dieser Bauart bis 80 °C stabil; liegen Bauteile in warmen Umgebungen oder dauerhaft an heißen Flächen, empfiehlt sich der Wechsel auf Ferrit-Alternativen.
Die runden Senk-Topfmagnete decken Durchmesser von 10 bis 75 mm ab und erreichen je nach Größe Haftkräfte von etwa 1,3 kg bis 165 kg. Ergänzend erhalten Sie schlanke Leistenvarianten von 10 × 13,5 × 5 mm bis 120 × 13,5 × 5 mm, wenn der Bauraum lang und schmal ist. Als Standardoberfläche dient Nickel (Ni-Cu-Ni); einzelne Ausführungen sind epoxidbeschichtet, wenn zusätzliche Medien- oder Korrosionsbeständigkeit gefragt ist. Der sichere Temperaturbereich liegt bei Neodym bis 80 °C.
Die Magnete entfalten ihre Kraft, wenn sie vollflächig und ohne Spalt aufliegen. Halten Sie die Anlagefläche plan, entfernen Sie Staub und Lacknasen und ziehen Sie die Senkschraube so an, dass der Magnet weder verkantet noch gequetscht wird. Bei häufigem Lösen bewährt sich eine Abhebhilfe oder ein seitlicher Griff, der die Oberfläche schont und die Finger schützt. Für empfindliche Untergründe empfiehlt sich eine Schutzfolie oder eine gummierte Gegenplatte. Muss die Verbindung Querkräften widerstehen, kombinieren Sie den Magneten mit einem formschlüssigen Anschlag; so bleibt die Haltekraft für das, wofür sie ausgelegt ist: Zug in „offener“ Richtung.
Für eine saubere Montage stehen Gegenplatten und Montagebleche bereit; sie erhöhen die Materialstärke am Gegenstück und stabilisieren die Haftung. Schutzfolien helfen, sichtbare Flächen kratzerfrei zu halten, Abstandshalter gleichen Unebenheiten aus. Wenn hohe Querkräfte oder empfindliche Oberflächen zu erwarten sind, greifen Sie zu gummierten Topfmagneten in gleicher Geometrie. Für dauerhafte Hitze oder Außenbereiche sind Ferrit-Flachgreifer die robuste Alternative. Benötigen Sie statt Senkbohrung starre Anbauten, führen Topfmagnete mit Innen- oder Außengewinde schnell zum passenden Aufbau mit Haken, Ösen oder Distanzhülsen.
Wie nah komme ich an die angegebene Haftkraft heran?
Am nächsten liegen Sie auf blankem, dickem Stahl ohne Spalt. In realen Anwendungen lohnt es sich, mit etwa 50 % des Nennwerts zu kalkulieren und je nach Lack, Folie oder Blechdicke eine Nummer größer zu wählen.
Welche Schrauben verwende ich?
Die Senkbohrung ist für Senkschrauben ausgelegt (z. B. DIN 7991). Der Kopf verschwindet bündig in der Senkung, die Auflage bleibt plan.
Eignen sich die Magnete für Querbelastungen?
Nur eingeschränkt. Für Scherlast sorgt eine gummierte Gegenplatte für mehr Reibung; noch besser ist eine mechanische Sicherung über Anschlag oder Passstift.
Wann ist Epoxidbeschichtung sinnvoll?
Wenn Feuchte, Reinigungsmedien oder häufige Montagewechsel die Oberfläche beanspruchen. Epoxy schützt zusätzlich gegenüber der Standard-Nickelschicht.
Funktioniert das auf Edelstahl?
Ja, wenn der Edelstahl ferromagnetisch ist (z. B. 1.4016). Austenitische Qualitäten sind kaum magnetisch und liefern entsprechend geringe Haltewerte.
Wie sieht es mit Wärme aus?
Neodym hält in dieser Ausführung bis 80 °C dauerhaft. Bei höheren Temperaturen oder starker Wärmestrahlung wählen Sie besser Ferrit-Varianten.
Wir bitten um Beachtung, dass es sich bei Neodym Magneten um ein relativ sprödes Material handelt, das bei größerer Krafteinwirkung brechen kann.
Für die Verschraubung dieser Magnete empfehlen wir daher ein maximales Anzugsmoment von 2Nm.