Manche Ideen wirken gerade deshalb so gut, weil sie einfach bleiben. Genau so ein Projekt hat uns Martin eingesendet: eine selbstgebaute magnetische Posterleiste aus Holz, mit der Poster, Kalender oder Kunstdrucke sauber aufgehängt werden können. Ganz ohne klassischen Bilderrahmen, ohne Klammern und ohne Löcher im Papier.
Der Trick steckt unsichtbar im Holz. Martin hat kleine Scheibenmagnete in vier schmale Holzleisten eingelassen. Sie halten das Poster zwischen den Leisten fest und klemmen es zuverlässig ein. Das Papier bleibt unbeschädigt, lässt sich jederzeit austauschen und hängt trotzdem ordentlich an der Wand. Besonders schön: Die Magnete verschwinden fast vollständig im Holz. Sichtbar bleibt nur die warme, schlichte Optik der Holzleisten.
Für seine Posterleiste hat Martin vier Holzleisten mit einem Maß von etwa 15 x 5 mm verwendet. Die Leisten sollten etwas länger sein als das Poster selbst. So entsteht links und rechts ein kleiner Überstand, der dem Ganzen eine ruhige und saubere Form gibt.
In jede Leiste kommen zwei kleine Sacklöcher. Dort werden die Scheibenmagnete eingesetzt und verklebt. Wichtig ist dabei, die Löcher nicht komplett durchzubohren. Die Magnete sollen bündig im Holz sitzen, aber nicht auf der anderen Seite wieder herauskommen. So bleibt die Vorderseite der Posterleiste schön schlicht.
Martin hat für sein Projekt 8 Scheibenmagnete Ø 6,0 x 2,0 mm genutzt. Diese kleinen Magnete reichen aus, um Papier oder einen Kalender sicher zwischen den Holzleisten zu halten. Entscheidend ist die richtige Polung: Die gegenüberliegenden Magnete müssen sich anziehen. Werden sie falsch herum eingeklebt, stoßen sie sich ab und die Leisten schließen nicht sauber.
Zuerst werden die vier Holzleisten auf Länge gesägt. Die Schnittkanten lassen sich anschließend mit einer Feile oder Schleifpapier glätten. Danach werden die Positionen für die Magnete markiert und die Sacklöcher gebohrt. Hier lohnt sich genaues Arbeiten, damit die Leisten später sauber aufeinanderliegen. Nach dem Bohren werden die Magnete mit Alleskleber in die Vertiefungen gesetzt. Vor dem Einkleben sollte jedes Magnetpaar kurz getestet werden. So lässt sich leicht prüfen, welche Seite nach oben zeigen muss. Wenn die Magnete erst einmal fest eingeklebt sind, lässt sich die Polung nicht mehr korrigieren. Für die Aufhängung hat Martin in eine der oberen Leisten zusätzlich Löcher für eine Schnur gebohrt. Die Schnur wird von der Magnetseite aus eingefädelt. Kleine Rillen im Holz sorgen dafür, dass sie später mittig aus der Leiste kommt und die Posterleiste gerade hängt. Diese Leiste sitzt später hinten oben an der Wand.


Martins magnetische Posterleiste zeigt sehr schön, wie einfach sich Magnete im Alltag einsetzen lassen. Aus wenigen Materialien entsteht eine praktische, schöne und wiederverwendbare Lösung für Poster und Kalender. Das Projekt braucht keine komplizierte Technik, sondern nur etwas Genauigkeit beim Bohren, die richtige Polung der Magnete und ein gutes Auge für saubere Holzarbeit.
Das Ergebnis passt in Wohnräume, Büros, Werkstätten, Kinderzimmer oder kreative Ateliers. Es wirkt natürlich, leicht und aufgeräumt. Gleichzeitig bleibt es funktional: Poster lassen sich schnell wechseln, ohne Spuren am Papier zu hinterlassen.
Vielen Dank an Martin für dieses schöne Kundenprojekt und die anschaulichen Bilder aus dem Bauprozess.
Folgendes Material kann für dieses Projekt verwendet werden: