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Begriff Erklärung
AlNiCo Zusammensetzung der chemischen Zeichen für Aluminium, Nickel und Cobalt. Sie bezeichnet Magnete, die hauptsächlich aus diesen Elementen bestehen. AlNiCo Magnete zeichnen sich durch extrem hohe Temperaturbeständigkeit aus (bis ca. 400° C), sind jedoch magnetisch weniger stabil als z.B. Ferrit- oder Neodymmagnete. Einsatzbereiche sind Schule, Wissenschaft (Versuche und Demo) und Industrie (Meß- und Regeltechnik). Der Vorteil von AlNiCo Magneten liegt hier in der besseren mechanischen Stabilität gegenüber Neodym- und Ferritmagneten, welche deutlich spröder sind.
Curietemperatur Bei Erreichen der Curietemperatur (bezeichet mit Tc) kommen alle ferromagnetischen und ferroelektrischen Eigenschaften zum Erliegen. Die Curietemperatur ist eine materialspezifische Eigenschaft. Oberhalb dieser Temperatur gibt es nur noch Para- und Diamagnetismus.  Die Curietemperatur von Eisen liegt z.B. bei ca. 770° C.
Dauermagnet Ein Körper, der ohne einen elektrischen Stromfluß sein Magnetfeld beibehält. Dauermagnete werden durch Einwirkung eines Magnetfeldes auf magnetisch hartes Material z.B. Eisen, Cobalt, Nickel erzeugt. Auch nach Abschalten des äusseren Magnetfeldes bleiben diese magnetisch (Remanenz)
Deklination Unter (magnetischer) Dekination versteht man die Abweichung einer Magnetnadel von der geografischen Nord-Südrichtung. Sie wird auch Mißweisung genannt.
Diamagnetismus Ausprägungsform des Magnetismus in Materie. Im Gegensatz zu ferromagnetischen Materialien wird in diamagnetischen Materialien eines dem äusseren Magnetfeld entgegengesetztes Feld erzeugt, sodass diamagnetische Materialien aus dem Magnetfeld heraus gedrängt werden. Ein Beispiel für ein diamagnetisches Material ist Pyrolytisches Graphit. (siehe auch Levitation). Aber auch z.B. Wasser ist, wenn auch nur schwach, diamagnetisch.
Einheiten Einheiten zur Beschreibung des Magnetismus sind Gauss , neu Tesla für die magnetische Flussdichte B; Oersted, neu A/m für die magnetische Feldstärke H
Elektromagnet Im Gegensatz zum Dauermagnet wird bei einem Elektromagnet das Magnetfeld durch ein elektromagnetisches Wechselfeld in einer Spule erzeugt.
Energieprodukt Das Energieprodukt eines Magneten beschreibt die erreichbare gespeicherte Energie in einem Magneten pro Volumeneinheit. Sie kann errechnet werden als maximales Produkt aus magnetischer Flussdichte H und magnetischer Feldstärke B. Somit ist sie ein Maß für die Stärke des Magneten bzw. dessen Magnetkraft. Das Energieprodukt ist eine materialspezifische Größe. Aus dem Energieprodukt und dem Volumen eines Magneten kann also auf dessen Stärke geschlossen werden.
Entmagnetisieren Das Entmagnetisieren ist ein Vorgang, bei dem ein Dauermagnet durch gezielte (oder versehentliche) Behandlung seine Magnetisierung verliert. Eine Entmagnetisierung ist durch ein externes starkes Wechselmagnetfeld möglich. Hierbei muss das äussere Magnetfeld die Koerzitivfeldstärke des zu entmagnetisierbaren Materials erreichen und es muss eine dauernde Ummagnetisierung mit kleiner werdender Amplitude stattfinden.
Erdmagnetfeld Unsere Erde hat ein natürliches Magnetfeld (nicht zu verwechseln mit dem Gravitationsfeld). Der magnetische Nordpol befindet sich in der Nähe des geografischen Südpols, der magnetische Südpol in der Nähe des geografischen Nordpols. Die Magnetfeldlinien treten an der Südhalbkugel aus und an der Nordhalbkugel wieder ein.
Feldlinie Feldlinien dienen zur Veranschaulichung von Kräften, die von einem Feld (z.B. Magnetfeld) auf einen Körper ausgeübt werden. Die Dichte der Feldlinien ist ein Maß für die Feldstärke und damit für die Kraft, die Tangente gibt die Richtung an. Feldlinien sind immer geschlossen.
Feldstärke siehe Magnetische Feldstärke
Ferrite Es gibt Hardmagnetische und Weichmagnetische  Ferrite, die aus ferrimagnetischen Materialien hergestellt werden. Hartmagnetische Ferrite werden für Dauermagnete verwendet, weichmagnetische Ferrite z.B. in Spulen und Transformatorene oder zur Abschirmung von Magnetfeldern. Siehe auch Ferrimagnetismus.
Ferrimagnetisches Material Siehe Ferrimagnetismus
Ferromagnetisches Material Siehe Ferromagnetismus
Ferromagnetismus Ausprägungsform des Magnetismus in Materie, meist als "normale" Form des Magnetismus bezeichnet. Ein externes Magnetfeld führt bei ferromagnetischen Materialien zur Ausrichtung der Elementarmagnete (Weißsche Bezirke), sodass das Material selber zum Magneten wird.  Man unterscheidet zwischen magnetisch harten und magnetisch weichen Stoffen. Magnetisch weiche Stoffe weisen eine niedrige Koerzitivfeldstärke, magnetisch harte eine hohe Koerzitivfeldstärke auf. Magnetisch weiche Stoffe lassen sich somit leichter entmagnetisieren, bzw. haben bei Entfernung des äusseren Magnetfeldes ihren Magnetismus schon wieder verloren. Bei Raumtemperatur sind Eisen, Kobalt, Nickel ferromagnetisch. Obwohl nichtrostender Stahl hauptsächlich Eisen enthält ist dieser aufgrund seiner austhenitischen Struktur nicht magnetisch.
Ferrimagnetismus Wie der Ferromagnetismus eine Ausprägungsform des Magnetismus in Materie. Beim Ferrimagnetismus heben sich die magnetischen Momente der Atome innerhalb der Weißschen Bezirke nicht vollständig auf wie beim Antiferromagnetismus, sind jedoch auch nicht so stark wie beim Ferromagnetismus. Dies rührt daher, daß die Momente abwechselnd antiparallel ausgerichtet sind. Ferrimagnetismus kann man somit als eine schächere Form des Ferromagnetismus ansehen. Siehe auch Ferrite.
Flußdichte Siehe Magnetische Flußdichte
Gauß Alte Einheit für die magnetische Flußdichte, neu ist Tesla.  1 Tesla = 10.000 Gauss.
Hysterese Als Hysterese oder Hysteresekurve bezeichnet man den Verlauf der Magnetisierung M in einem magnetischen Material in Abhängigkeit der äusseren Feldstärke H. Charakteristische Punkte der Hysteresekurve sind die Sättigungsmagnetisierung, die Remanenzmagnetisierung und die Koerzitivfeldstärke.
Influenz Siehe magnetische Influenz
Korzitvfeldstärke Die Koerzitivfeldstärke ist die (magnetische) Feldstärke, die man an ein magnetisiertes Material entgegengesetzt des noch vorhandenen Restmagnetfeldes (Remanenz) anlegen muss, um das Restfeld zum Verschwinden zu bringen. Je höher Koerzitivfeldstärke, desto stärker ist der Magnet.
Levitation Bezeichnet das freie Schweben eines Körpers. Mit einem diamagnetischen Material lässt sich die stabile magnetische Levitation eindrucksvoll demonstrieren. So kann man Pyrolythisches Graphit über speziell angeordneten Permanentmagneten schweben lassen, da das diamagnetische Material sowohl vom Nord- als auch vom Südpol abgestoßen wird.
Lorentzkraft Kraft, die auf ein bewegtes Elektron in einem elektromagnetischen Feld wirkt. Somit übt auch ein Magnetfeld auf eine bewegte Ladung eine Kraft aus. Hierdurch kann man die Magnetische Flußdichte indirekt messen.
Magnet Magnet kommt angeblich vom Fund eines Erzes in der Nähe der kleinasiatischen Stadt Magnesia und bezeichnet einen Körper, der bestimmte andere Körper anzieht oder abstößt. (siehe Magnetismus).
Magnetfeld Ein Magnetfeld wird durch einen elektrischen Strom oder durch einen Dauermagnet erzeugt. Der Raum, in dem ein Magnet Kraftwirkung ausübt, nennt man magnetisches Feld.
Magnetisch hart Siehe Ferromagnetismus
Magnetisch weich Siehe Ferromagnetismus
Magnetische Energie Beschreibt die im Magnetfeld enthaltene Energie. Die Energiedichte kann aus der magnetischen Flussdichte und materialspezifischen Daten berechnet werden. (siehe auch Energieprodukt)
Magnetische Feldstärke Die magnetische Feldstärke H ist eine vektorielle Grösse, und beschreibt Stärke und Richtung des Magnetfeldes. Sie ist über die Formel B= μ x H mit der magnetischen Flußdichte B verknüpft. μ ist dabei die Permeabilität.
Magnetische Flußdichte Die magnetische Flussdichte B, auch magnetische Induktion genannt ist eine vektorielle Größe und beschreibt das Magnetfeld. Ursprünglich war diese indirekt definiert über die Kraftwirkung des Magnetfeldes auf eine bewegte Ladung. (siehe auch Lorentz Kraft).
Magnetische Influenz Magnetische Influenz oder auch Induktion bezeichnet den Vorgang, bei dem in einem z.B. ferromagnetischen Material ein Magnetfeld durch Annähern eines anderen äusseren Magnetfeldes erzeugt wird.
Magnetisierung Der Zusammenhang zwischen der Magnetisierung M, der Magnetischen Flußdichte B ist gegeben durch: B= μ x H = μ0 x (H  +c x H) = μ0 x (H + M)
Magnetisierungskurve Die Magnetisierungskurve beschreibt die Abhängigkeit der magnetischen Flussdichte B von der von aussen angelegten magnetischen Feldstärke H.  Diese Beziehung ist durch B= μ x H  gegeben ist, wobei μ=μ0 x μr. Die Permeabilitätszahl μr eines ferromagnetischen Stoffes ist feldstärkeabhängig. Bei wachsender Feldstärke wächst μr zunächst an und wird dann wieder kleiner. Dies führt dazu, dass die Magnetisierung in eine Sättigung übergeht. Eine Steigerung der angelegten Feldstärke bewirkt dann keine weitere Steigerung der Flussdichte. Diesen Zusammenhang beschreibt die Magnetisierungskurve. Die Hysteresekurve ist eine besondere Art der Magnetisierungskurve.
Magnetismus Physikalisches Phänomen aufgrund der elektromagnetischen Wechselwirkung, welcher sich z.B. als Kraftwirkung zwischen Magneten oder magnetisierbaren Gegenständen und bewegten elektrischen Ladungen bemerkbar gemacht. Die Übertragung der Kraft findet über das Magnetfeld statt. Es gibt verschiedene Arten von Magnetismus (siehe Ferromagnetismus, Paramagnetismus und Diamagnetismus).
Magnetpol Da das magnetische Feld quellenfrei ist, gibt es nur magnetische Dipole, d.h. zu jedem Nord- gibt es auch einen magnetischen Südpol. Gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche ziehen sich an
Neodym Neodym gehört zu den Metallen der seltenen Erden und wird für Neodymmagnete eingesetzt. Neodymmagnete werden auch Supermagnete genannt und sind die derzeit stärksten Permanentmagnete der Welt.
Neodym-Eisen-Bor Siehe Neodymmagnet
Neodymmagnet Magnet hergestellt unter Verwendung von Neodym, meist Legierung aus Neodym-Eisen-Bor. Neodymmagnete, auch Supermagnete genannt sind die derzeit stärksten Permanentmagnete der Welt. Sie weisen eine sehr hohe Remanenz auf.
Nord- und Südpol siehe Magnetpol
Oersted Alte Einheit für die magnetische Feldstärke, neu ist A/m
Paramagnetismus Ausprägungsform des Magnetismus in Materie. In paramagnetischen Materialien wird wie beim Ferromagnetismus ein Magnetfeld erzeugt, das dem von außen angelegten Feld gleichgerichtet ist, jedoch um Grßenordnungen schwächer als beim Ferromagnetismus. Viele Kunststoffe sind paramagnetisch. Wasser ist auch paramagnetisch.
Permeabilität Die magnetische Permeabilität μ (auch magnetische Leitfähigkeit) bestimmt die Durchlässigkeit von Materie für magnetische Felder. Es gilt μ=μ0 x μ r. μ0 ist die Vakuumpermeabilität, μr die relative Permeabilität. Für ferromagnetische Materialien ist μr >>1, für diamagnetische Materialien ist μr <1, für paramagnetische Materialien ist μr>1. Siehe auch Magnetisierungskurve.
Remanenz Magnetisiert man ferromagnetisches Material, z.B. einen Eisenkern durch Anlegen eines äusseren Magnetfeldes und schaltet dieses Magnetfeld dann ab, so verbleibt ein Restmagnetismus, die Remanenz.
Samarium Cobalt Samarium gehört zu den Metallen der seltenen Erden. Aus Samarium Cobalt werden Dauermagnete gefertigt. Sie haben im Vergleich zu Neodymmagneten eine höhere Temperaturbeständigkeit, jedoch eine geringere Stärke. Im Vergleich zu Ferritmagneten sind sie deutlich stärker. Ihr Preis ist relativ hoch.
Sättigungsmagnetisierung Bei Erreichen der Sättigungsmagnetisierung führt eine höhere äussere Magnetfeldstärke nicht mehr zu einem weiteren  Anstieg der Magnetisierung. 
Seltene Erden Eigentlich richtig "Metalle der seltenen Erden" bezeichnet 17 chemische Elemente der 3. Nebengruppe des Periodensystems. Grosse Vorkommen findet man in China.
Tesla abgeleitete SI-Einheit für die magnetische Flussdichte B; 1 T=V*s/m/m; 1 Tesla = 10.000 Gauss
   
Quellen Gerthsen, Kneser, Vogel "Physik"
  Kuchling "Physik-Formeln und Gesetze"
  Skript Uni Dortmund "Ferro-,Dia- und Paramagnetismus"
  Wikipedia
   

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